22.01.2019

Hannover macht sich bundesweit zum Gespött

AfD-Stadtratsfraktion zur neuen "genderneutralen" Sprachregelung

genderHannover (afd) - „Der Schuss ging nach hinten los, Hannover macht sich bundesweit zum Gespött", meint die AfD-Fraktion im hannoverschen Stadtrat zur neuen "Empfehlung für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ der Stadtverwaltung. "Die AfD hat sich diesem albernen Unfug bisher konsequent verweigert und wird das auch weiterhin tun", so Fraktionschef Sören Hauptstein.

 Die AfD-Fraktion sieht in den Empfehlungen ein Sammelsurium von Absurditäten und unfreiwilliger Komik. Etwa beim "Gender Star", der künftig das bisher verwendete Binnen-I ersetzen und beim Vorlesen durch eine kurze Atempause gekennzeichnet werden soll; oder bei den zahlreichen neuen Wortschöpfungen wie Redepult (statt Rednerpult) und Wählendenverzeichnis. Der Gipfel: „Herr“ und „Frau“ werden abgeschafft.

 Die ganz überwiegend kritischen, sarkastischen und hämischen Reaktionen in den Leserbriefspalten und Sozialen Medien bestätigen die AfD-Fraktion.  Der dort häufig gestellten Frage, ob man bei der Stadtverwaltung nichts Besseres zu tun habe, schließt sie sich an. Auch in den überregionalen Medien werden berechtigterweise Kübel von Hohn und Spott ausgeschüttet. "Hannover setzt sich an die Spitze des Gender-Irrsinns", titelt etwa der Blog "Tichys Einblick".  "Besser hätten wir es auch nicht sagen können", so AfD-Fraktionschef Hauptstein.

Bestätigt sieht sich die AfD-Fraktion auch in ihrer Kritik an einer aufgeblähten Verwaltung, die sich mit "ideologischem Firlefanz" (Hauptstein) beschäftigt, statt sich um die wirklichen Probleme der Stadt zu kümmern. Verfasst haben die neuen Empfehlungen unter anderem die „Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt" und das "Referat für Frauen und Gleichstellung" der Landeshauptstadt Hannover. Die AfD-Fraktion fordert nicht erst seit heute, dass hier massiv Stellen gestrichen werden. (afd/aup)


 

Drucken E-Mail