01.03.2019

Schildbürgerstreich im Stadtbezirk Südstadt-Bult

Undurchdachter Antrag zu Fahrradstraßen - Große Mehrheit trotzdem dafür

Sren FahrradstraenHannover (afd) - Auch im Stadtbezirksrat Südstadt-Bult schlägt regelmäßig die Ideologie die Vernunft, ohne Rücksicht auf Verluste. Wie überall, wo rot-grüne Mehrheiten den Ton angeben.  Jüngstes Beispiel: Ein Antrag von Rot-Grün zur "Bevorrechtigung für Radfahrer*innen auf Fahrradstraßen". (Nebenbei: heißt das nicht neuerdings auch gern "Radfahrende"? Richtig: Im Antragstext taucht alternativ auch dieser Begriff auf, das nennt man wohl Diversität oder auch Vielfalt.) 

Diese Fahrradstraßen sollen demnach künftig durchweg Vorfahrtstraßen werden - aber nur für die Radfahrer. Die Autofahrer müssen weiterhin "Rechts vor Links" beachten. Das hält die AfD für verwirrend und möglicherweise unfallträchtig. Angenommen, ein von rechts kommender Autofahrer sieht auf der Fahrradstraße ein Auto und auf gleicher Höhe ein Fahrrad sich nähern, dann muss er Vorfahrt gewähren - dem Fahrrad. Er hält also. Der damit simultan begünstigte Autofahrer mag sich nun denken: "Prima, dann kann ich ja mal eben mit durchrutschen".

Es werden also Unklarheit und Verwirrung gestiftet - und es kann durchaus auch mal krachen. Diese Regelung wird sich also nicht bewähren, und es wird allen Beteiligten dämmern: Hier besteht Handlungsbedarf. Die Lösung kann nur sein: Die Fahrradstraße wird für alle auf ihr Fahrenden zur Vorfahrtstraße. Mit dem sicher nicht erwünschten Effekt, dass die Autofahrer nun zügig durchfahren können und sicher auch mal "brettern", was sie zuvor, als sie noch "Rechts vor Links" zu beachten hatten, eben nicht konnten.

Sören Hauptstein, Vertreter der AfD in diesem Stadtbezirksrat,  lehnte den Antrag denn auch ab: die bisherige Regelung, die sich bewährt habe, werde ohne Not beseitigt, zu Lasten der ohnehin schon genug gegängelten Autofahrer.

Und es handelt sich dabei um einen Schildbürgerstreich im direkten Sinne des Wortes: Viele neue Schilder müssen aufgestellt werden, was mit erheblichen Kosten verbunden ist.  Ein Handeln eben "ohne Rücksicht auf Verluste". Zudem: eine weitere neue Regelung, die alles noch komplizierter macht. Und der Schilderwald, ohnehin schon sehr üppig, wächst weiter. Alles im Namen der schon zur Ideologie gewordenen Maxime: "Das Fahrrad über alles".

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Die AfD schätzt das Fahrrad als Teil eines vernünftigen Verkehrsmix' durchaus und will den Fahrradverkehr ebenfalls fördern - aber mit Sinn und Verstand.  (afd/aup)


 

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