30.07.2020

„Pop-up? Rad ab!"

Radwege: CDU will wieder grüner als die Grünen sein

Pop Up Rad Ab SHHannover (afd) - Die Anbiederungsversuche der CDU an den links-grünen Zeitgeist sind immer wieder peinlich. Jetzt will sie, dass die Hildesheimer Straße zwischen Aegi und Südschnellweg Teststrecke für einen sogenannten Pop-up-Radweg wird. Ein sechsmonatiger Modellversuch zu Beginn der Radfahrsaison im kommenden Jahr könne „spannende Erkenntnisse" liefern, meint Felix Semper von der CDU-Ratsfraktion.
 
Pop-up-Radweg bedeutet: Eine Autofahrspur kann kurzfristig und vorübergehend zu einem Radweg umgewidmet werden, typischerweise mit aufgemalten gelben Markierungen und reihenweise aufgestellten, rot-weiß gestreiften Leitbaken. In Berlin hat das etwa 9.500 Euro pro Kilometer gekostet.
 
„Gerade in der Hildesheimer Straße ist das völlig unsinnig", meint dazu Sören Hauptstein, Vorsitzender der AfD-Fraktion im hannoverschen Stadtrat, „denn hier gibt es bereits eine geradezu vorbildliche Ausstattung mit durchgehenden Radwegen. Die Versuche der CDU, sich als 'moderne Großstadtpartei' zu Lasten der Autofahrer zu profilieren und grüner als die Grünen sein zu wollen, haben immer wieder etwas Lächerliches und gehen regelmäßig schief."
 
Zwar finden die Grünen - natürlich - den CDU-Vorstoß gut, aber nicht einmal die SPD will da mitmachen und verweist zu recht auf die damit verbundenen Kosten. Vor allem: Diese Pop-up-Radwege wurden in anderen Städten zu den Hochzeiten der COVID-19-Pandemie installiert und sollten Radfahrern dabei helfen, räumliche Distanzierung halten zu können, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
 
Diese Zeiten sind aber schon länger vorbei. „Die CDU hinkt also doppelt hinterher, nicht nur dem links-grünen Zeitgeist, sondern auch der Aktualität", sagt Hauptstein und resümiert: „Pop-up? Rad ab!" (afd/aup)

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