29.05.2018

Vor 85 Jahren: Bücherverbrennung der Nazis

AfD sieht Meinungsfreiheit auch heute wieder bedroht

85 Jahre Bücherverbrennung kleinHannover (afd) - Kürzlich am Maschseeufer: Erinnerung an die Bücherverbrennung der Nazis am 10. Mai 1933. Schüler der Tellkampfschule gestalteten das Programm mit Lesungen und Gesang, Oberbürgermeister Stefan Schostok hielt eine Rede, auch zwei Holocaust-Überlebende waren gekommen. Es war eine unbedingt zu begrüßende Gedenkveranstaltung an fast historischer Stelle; der tatsächliche Ort des barbarischen Geschehens wurde wenige Jahre später von den seichten Fluten des seinerzeit künstlich angelegten Sees verdeckt.

Ein Gedenkakt ganz im Sinne der AfD, denn niemand verabscheut die geistlose Bande von Bücherverbrennern mehr als die AfD, wie sie überhaupt die ganze Ganovenbande verabscheut, die Deutschland in die größte Katastrophe seiner Geschichte gestürzt hat. Es gab kein Recht und keine Freiheit, und insbesondere keine Meinungsfreiheit - Werte, für welche die AfD wie keine andere Partei steht. Werte aber auch, die heute wieder gefährdet sind.

OB Schostok sagte zwar ganz richtig, Bücher seien damals als Gefahr gesehen worden, wohl in der festen Überzeugung, das sei heute nicht mehr so. Ist es aber doch. Erst im letzten Sommer strich DER SPIEGEL ein unliebsames Buch einfach von seiner Bestsellerliste, nämlich "Finis Germania" von Rolf Peter Sieferle. * Schon zuvor hatte der NDR seine Zusammenarbeit mit der Jury "Sachbücher des Monats" ausgesetzt, weil dieses Buch dort empfohlen worden war; der "schuldige" Juror erklärte seinen Rücktritt. **

Heute: "Schreddern" statt verbrennen

Bücher werden heute nicht mehr verbrannt, sondern verbannt, totgeschwiegen, an ihrer Verbreitung gehindert, boykottiert. Der Fall Akif Pirinçci ist hier noch in unguter Erinnerung. Ein Buchhändler kündigte an, er wolle "ein Zeichen setzen" und Pirinçcis Werke öffentlich schreddern. *** Das ist kein gradueller Unterschied zum Verbrennen mehr, das ist überhaupt kein Unterschied mehr. Zwar handeln in diesen Fällen private Akteure und auch öffentlich-rechtliche wie der NDR, und nicht die Staats- oder die Staatsparteimacht, aber so tun, als sei heute alles in bester Ordnung, kann man eben auch nicht, Herr Schostok!

Sodann pries der OB das "Grundrecht der Meinungsfreiheit" und mahnte an, man müsse offen mit Meinungen umgehen. Gut gebrüllt, Schostok! Aber wie steht es denn um die Meinungsfreiheit in einem Land, dem der seinerzeitige Justiz- und jetzige Außenminister Heiko Maas ein „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ verordnete, das von vielen Kritikern als verfassungswidrig und als "Frontalangriff" auf eben diese Meinungsfreiheit betrachtet wird?

Und wie oft wurde Thilo Sarrazin von linksfaschistischen Antifanten und sonstigen "bunten Gegendemonstranten" an Lesungen gehindert? Von den vielen Versuchen, die AfD mundtot zu machen, gar nicht zu reden. Wo bekommen denn in den gleichgeschalteten GEZ-Medien einmal alternative Meinungen eine Plattform? Womit hat sich denn die "Lügenpresse" ihren Schimpfnamen redlich verdient? Mit Beispielen für Manipulation und dafür, wie Meinungsfreiheit heutzutage und hierzulande unterdrückt wird, könnte man ganze Seiten füllen.

Und wie sieht es mit dem Recht aus? Noch übler, denn hier sind es staatliche Gewalten, die "Recht und Verfassungsrecht dauerhaft brechen: bei der illegalen Grenzöffnung [...] bei der Eurorettung, bei der staatlichen Zensur oder durch Verweigerung des Rechts auf Versammlungsfreiheit." ****

Schöne Fensterreden - aber die Realität sieht anders aus

Fazit: Schöne Fensterreden und Gedenkakte sind das eine - die Realität in unserem Land ist eine andere. Aber diese Widersprüche dürften den allermeisten Teilnehmern gar nicht aufgefallen sein. Uns von der AfD sind sie sehr wohl aufgefallen; wir waren mit unserem Fraktionschef Sören Hauptstein und Fraktionsgeschäftsführer Philipp Noblé dabei. Von den übrigen über 60 Ratsmitgliedern war bis zwei Grüne niemand zu sichten. Man dachte sich wohl: langweilige Routineveranstaltung, da brauche ich nicht hinzugehen.

Zum Abschluss sangen alle gemeinsam: "Die Gedanken sind frei". Dieses großartige Lied wird auf AfD-Veranstaltungen auch gern angestimmt. Sorgen wir alle gemeinsam dafür, dass die Gedanken in unserem Land auch frei bleiben! (afd/aup)

* http://www.deutschlandfunkkultur.de/finis-germania-von-bestsellerliste-genommen-der.2165.de.html?dram:article_id=391968

** https://www.abendblatt.de/kultur-live/article210892377/Jury-Wirbel-um-Buchempfehlung-Finis-Germania.html

*** https://jungefreiheit.de/kultur/2015/buchhaendler-boykottieren-neuen-pirincci/

**** http://www.achgut.com/artikel/warum_ist_umkehren_so_schwer


 

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