19.03.2019

"Ich bin Zigeuner, ich lasse mir gar nichts sagen"

Containerdorf in Ahlem: Probleme bleiben - Ein Polizist spricht Klartext

Polizist KlartextHannover (afd) - Das Containerdorf gegenüber der alten Ahlemer Schule ist ein fortwährendes Ärgernis, und es besteht keine Aussicht darauf, dass sich daran etwas ändern wird. Mit dieser ernüchternden Botschaft mussten sich Bürger bescheiden, die sich in der jüngsten Sitzung des Stadtbezirksrats Ahlem-Badenstedt-Davenstedt in der Fragestunde hilfesuchend an Politik und Verwaltung wandten.

Bereits vor knapp einem Jahr hatten sich die Anwohner der von Roma bewohnten Containersiedlung über unhaltbare Zustände beklagt: Da stünden Autos am Straßenrand, aus denen Öl laufe, bei Regen bildeten sich regelrechte Öl-Seen, Felgen und Reifen lägen dort, Müll im Dorf und vor dem Zaun, und immer Einkaufswagen. Es sei "extra laute" Musik zu hören, es sei ein Fahrrad gestohlen worden, die "Rumänen", so damals ein Bewohner, stiegen über seinen Zaun und machten ihn kaputt.

Jetzt beschwerten sich vor allem Eltern von Kindern, welche die nahe Kita besuchen. Es werde Spielzeug gestohlen, auf dem Weg zur Kita würden die Kinder belästigt, und es sei auch schon versucht worden, einem Kind ein Fahrrad zu "klauen".

Die Reaktionen von offizieller Seite konnten die Bürger kaum befriedigen. Es war von "Dialog" die Rede, der zu suchen sei - und natürlich viel von "Integration". Bezirksbürgermeister Rainer Göbel (SPD) sagte, man müsse sich "auf die Menschen zubewegen", schließlich seien sie ja auch "gebrandmarkt". Allseits wurde immer wieder versichert, es dürfe "keine Stigmatisierung" geben, und es solle niemand "ausgegrenzt" werden. Das Übliche eben.

Klartext sprach dagegen AfD-Bezirksratsherr Reinhard Hirche, der klipp und klar sagte, diese Klientel sei ganz offenbar nicht zu integrieren - und sie wolle sich auch gar nicht integrieren. Integration sei aber etwas, bei dem man sich selbst einbringen müsse.

Gerede von Dialog und Integration zertrümmert

Noch mehr Klartext sprach der anwesende Polizist in Uniform, ein Kontaktbereichsbeamter mit mehr als dreißigjähriger Diensterfahrung. Er zertrümmerte das ganze Gerede von Dialog und Integration und alle schönen Illusionen: "Das Letzte, was diese Leute wollen, ist, sich zu integrieren!", erklärte er frank und frei.

Es handele sich um Leute mit massivem Straftatenaufkommen, die meisten Verfahren würden aber "wegen Geringfügigkeit" eingestellt, und wenn es doch einmal eine Ahndung gebe, seien es "ganz milde Strafen". Ohnehin würde vieles gar nicht angezeigt, weil die Bürger Angst davor hätten, dass dann ihre Autos zerkratzt würden. Polizisten würden angespuckt und beleidigt, Und es sei ihm schon offen erklärt worden: "Ich bin Zigeuner, ich lasse mir gar nichts sagen." Fazit des ehrlichen Polizisten: Hoffnung, es könnte zu einem friedlichen Zusammenleben kommen, gebe es nicht.

Das hätte eigentlich alle Anwesenden nachdenklich machen müssen - tat es aber offenbar nicht. Als hätte man richtig zugehört, als hätte der Polizist gar nicht geredet, ging es kurz danach munter weiter im Modus von "Dialog" und "Integration". Anja Sufin von der Stadtverwaltung sprach von verschiedenen Organisationen, die es zu vernetzen gelte, um herauszufinden, welche Maßnahmen zu treffen seien. Bezirksratsfrau Kerstin Klebe-Politze (SPD hatte zuvor schon von Sozialarbeitern gesprochen, die verstärkt einzusetzen seien. Sie selbst ist von Beruf übrigens - Sozialarbeiterin. (afd/aup)


 

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